Industrieputzlappen, Mehrweg-Putzlappen
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Ausgabe Nr. 12/Dezember 2002
 

Marktnische Putzlappen

Der Aufwischfetzen ist Mittel zum Zweck. ein Fetzen halt. Der Vorarlberger Hubert Sperger, Putzlappen-hersteller, hat einen philosophischen Zugang zu öko-nomischen, ökologischen und sozialen Aspekten seines Produkts.

   
von Robert Koch r.koch@wirtschaftsverlag.at  


 

Während die Aktienkurse vieler Hightech-Unternehmen purzeln, freut sich Hubert Sperger über Zuwachsraten von "20, 30 Prozent jährlich" bei einem ausge-sprochenen Lowtechprodukt: Putzlappen.

Eigentlich hatte die von seinem Vater 1950 gegründete Firma Hans Sperger Ihre Wurzeln in der Entsorgung von Papier- und Textilabfällen. Bis Sohn Hubert die Marktnische Putzlappen entdeckte.

Inzwischen bietet er ein breites Sortiment von Putzlappen für die verschiedensten Branchen an
.


Während die meisten Unternehmen mit der Standardware "Trikort bunt" aus der Altkleidersammlung auskommen, beliefert er Unternehmen der Lebensmittelindustrie, darunter Suchard, Ölz und Rauch mit hochweißen Lappen direkt aus der Textilindustrie. Auch diverse Flugunternehmen bevorzugen weiße Ware zum Putzen Ihrer Helikopter und Flugzeuge.

Putzlappen werden in Polen oder Ungarn geschnitten. Auch Sperger hat früher importierte Ware ge- und verkauft. Dann erfuhr er vor etwa fünf Jahren, dass ein Schweizer Branchenkollege mit Sozialorganisationen kooperiert. Da die Caritas in Vorarlberg ein Sortierwerk mit schwervermittelbaren Arbeitskräften betrieb, griff Sperger die Idee auf.

Putzen mit gutem Gewissen

Die Sammelware aus Altkleider-Containern sortieren langzeitarbeitslose Frauen bei Carla-Tex in Hohenems, einem Arbeitsprojekt der Caritas. Geschnitten und verpackt werden die Putzlappen von Jugendlichen. In den Anlern- und Fachwerkstätten der Lebenshilfe arbeiten jugendliche Sonderschulabgänger mit Entwicklungszverzöge--rungen und anderen Beeinträchtigungen. In der Dornbirner Jugendwerkstätte bekommen Arbeitslose eine Chance, sich auf das normale Erwerbsleben vorzube--reiten. Spergers Kooperartion mit den Sozialprojekten hat aber auch einen ökono-mischen Hintergrund. Zu normalen Lohnkosten wäre eine Produktion in Österreich kaum möglich.

 

Sperger verweist diesbezüglich auf eine "lebenszyklusweite Ressourcenanalyse", die er bei TBL Technisches Büro Leiler und Gert Irgangbusiness transformation beauftragte. "Sinn machen Mehrweg-Putzlappen nur in Druckereien, in der metallverarbei-tenden Industrie sind sie dagegen weder ökonomisch noch ökologisch". Ein Grund für das schlechte Abschneiden der Mehrweglappen sind die langen Transportwege nach Deutschland und im Fall Sperger
in die Schweiz. Die hochgradig verschmutzten Textilien dürfen nur wenige Spezialwäschereien waschen. In der Sondermüllverbrennung dagegen könne durch die Beimengung der Lappen bei der Zufeuerung gespart werden, argumentiert Sperger.

Auf seiner Homepage nennt der Vorarlberger Unternehmer als Ziel, Österreichs beste Einweg-Putzlappen herzustellen. Was unterscheidet also einen guten Lappen von einem gewöhnlichen Fetzen?

Ein guter Lappen besteht aus reiner Baumwolle", erläutert Sperger. "Wenn da Kunstfaser drinnen ist, schmiert das umanand." Wichtig sei zudem eine hohe Saugfähigkeit, dass das Material nicht fusselt und nicht zu groß geschnitten ist:

" Denn doppelt so große Lappen werden nicht doppelt so lang verwendet."

Waschen oder verbrennen?

Sperger bietet sowohl Einweg- als auch Mehrweg-Putzlappen an, wobei er der Kundschaft meistens die Einweg-Lappen empfiehlt. Einerseits kämen sie rund 40 Prozent billiger als das Mehrweg-System, andererseits spreche auch die Ökobilanz für die Wegwerf-Lösung.





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